Alles Natur – alles Öko? Wie nachhaltig sind Möbel aus Holz?

So erfahren Verbraucher, was nicht nur schön für die Wohnumgebung, sondern auch verträglich für die Umwelt ist.

Natürlich Einrichten hat sich vom Trend zum Dauerbrenner entwickelt. Fast alle Wohnzeitschriften berichten von Holzmöbeln oder Accessoires aus Holz. Entsprechend groß ist das Angebot. Aber woher wissen Verbraucher, was nicht nur schön für die Wohnumgebung, sondern auch verträglich für die Umwelt ist?

Münster, Nov. 2019

Eine Einrichtung aus Holz wirkt sehr harmonisch, wandlungsfähig ist sie auch. Mit entsprechender Deko und dem individuellen Farbkonzept ist sie mal gemütliches Nest, mal einladend fröhlich. Aber ist eine Wohnung mit Holzmöbeln gleichzeitig ökologisch eingerichtet? Ganz so einfach ist es nicht, denn Holz ist nicht gleich Holz. Zwar ist es theoretisch ein endlos zur Verfügung stehender Rohstoffe, der unserem Planeten nützt, weil er u.a. der Luft das Klimagas CO2 entnimmt. Aber umweltbewusst ist ein Holzmöbel nur, wenn das Holz nicht aus Raubbau stammt, sondern aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Es werden nur
so viele Bäume geschlagen, wie nachgepflanzt werden, damit der Wald auf lange Zeit erhalten bleibt. Informierte Verbraucher wissen mittlerweile, dass sie kein Tropenholz kaufen sollten, und wenn, dann nur mit FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft. Aber bei allem anderen? Der Tisch aus Buche, die Regalwand aus Eiche – sind die ok?

Möbelkauf muss kein Blindflug sein – wenn man zum Fachhandel geht. Die ca. 40 Mitglieder des Verbandes ökologischer Einrichtungshäuser wissen Bescheid, wo ihre Möbel produziert werden, wo das Holz herkommt und ob es aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Sie akzeptieren nur Oberflächenbehandlungen, mit denen das Möbel hinterher gefahrlos entsorgt werden kann, Öle und Wachse auf natürlicher Basis. Sie bieten nur an, was in Deutschland oder dem näheren europäischen Ausland hergestellt wird. Das schont beim Transport das Klima, stellt größtmöglich sicher, dass strenge Umweltstandards eingehalten werden und faire Arbeitsbedingungen. Dafür haben sie schon in den 90er Jahren eine eigene Institution gegründet, die ÖkoControl Gesellschaft für Qualitätsstandards ökologischer Einrichtungshäuser. Die ÖkoControl fragt mittels Volldeklarationen regelmäßig alle Daten rund um die Herstellung bei den Lieferanten des Verbandes ab. Das gilt auch für Polstermöbel, Bettwaren und Matratzen. Vieles ist darüber hinaus auf Schadstoffe getestet worden, erkenntlich an dem grünen ÖkoControl Siegel.

Wer bei diesen Einrichtern shoppt, kann vertrauen und rein nach Geschmack entscheiden – oder nachfragen und alle Informationen erhalten, die er für die Entscheidung für eine schöne, gesunde und ökologisch verantwortliche Wohnumgebung benötigt.

Der ÖkoControl-Verband ökologischer Einrichtungshäuser e.V. ist ein Zusammenschluss von gut 40 ökologisch engagierten Möbelhändlern. Er besteht seit 1994. Das hauseigene ÖkoControl Testsiegel ist kein staatliches Gütezeichen, sondern eine Selbstverpflichtung des Verbandes auf höchstem Niveau. Es ist ein Schadstoff-Kontrollsiegel. Getestet werden nur Möbel, Matratzen und Bettwaren aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Untersuchungen erfolgen bei akkreditierten Prüfinstituten.

Die Mitglieder vom ÖkoControl-Verband ökologischer Einrichtungshäuser leisten fachkundige Beratung. Den aktuellen ‚Schlafen‘-Katalog können Interessierte bei den teilnehmenden Händlern online durchblättern.

Kontakt:

ÖkoControl-Verband ökologischer Einrichtungshäuser e.V.

Weseler Straße 628, D-48163 Münster

www.oekocontrol.com

Tel.: 0174.1816359, mail: info@oekocontrol.com